Pflegeumfrage bestätigt langjährige Forderung nach einem Hessischen Landespflegeplan

Wiesbaden. Die gesundheitspolitische und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, sieht sich durch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung „Hessen hört zu: Pflege“ in ihrer langjährigen Forderung nach einem Hessischen Landespflegeplan bestätigt. Bereits 2017 hatte Sommer ein strategisches Landespflegekonzept eingefordert, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen nachhaltig zu sichern, bestehende Lücken zu schließen und die zahlreichen Unterstützungsangebote besser miteinander zu vernetzen. „Dass sich mehr als 3.500 Menschen mit ihren Erfahrungen und Ideen eingebracht haben, zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Pflege in unserer Gesellschaft hat. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass rund 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt werden. Die häusliche Pflege ist damit der größte ‚Pflegedienst‘ unseres Landes. Das macht deutlich, dass wir die pflegenden Angehörigen und die Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld noch stärker unterstützen müssen. Ich bin sehr froh, dass wir mit der Hessen-Koalition nun das Pflegekonzept umsetzen, um Angehörige und Pflegebedürftige nicht länger alleine zu lassen“, erklärte Daniela Sommer.

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Pflegende Angehörige leisteten Tag für Tag Enormes und ermöglichten vielen Menschen ein selbst bestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung. „Damit der Grundsatz ‚ambulant vor stationär‘ nicht nur ein politisches Schlagwort bleibt, braucht es verlässliche Beratungs-, Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen, die genau dort ansetzen, wo Pflege überwiegend stattfindet: zu Hause. Gute Pflege gelingt nur, wenn die Menschen schnell Orientierung finden, Leistungen ineinandergreifen und Hilfen wohnortnah verfügbar sind.“ Viele der jetzt genannten Handlungsfelder – bessere Vernetzung, niedrigschwellige Informationen, eine zentrale digitale Informationsplattform oder die stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger – entsprechen genau den Forderungen, die wir seit Jahren erheben. Entscheidend ist nun, dass aus den Erkenntnissen konkrete Maßnahmen folgen. Deswegen freue ich mich bereits über die Umsetzung des hessischen Landespflegekonzeptes.“

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Dieses müsse nach Auffassung der SPD-Politikerin weit mehr sein als eine Bestandsaufnahme. Er müsse regionale Bedarfe analysieren, Versorgungslücken sichtbar machen, die Zusammenarbeit aller Akteure koordinieren und verbindliche Ziele für eine zukunftsfeste Pflegepolitik formulieren. Ebenso gehöre die Sicherung von Fachkräften ebenso dazu wie der Ausbau von Beratungsangeboten, Tages- und Kurzzeitpflege, Entlastungsangeboten für Angehörige sowie einer sektorenübergreifenden Versorgung. „Die Menschen haben deutlich gemacht, wo die Herausforderungen liegen. Wir nehmen diese Hinweise ernst, um die Pflegepolitik konsequent weiterzuentwickeln. Pflege braucht Planung statt Zufall. Wir wollen die häusliche Pflege nachhaltig stärken. Genau dafür setzen wir uns seit vielen Jahren ein“, so Sommer abschließend.

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